Letztens in der Gesellschaft Kategorie
Guten Abend Freunde und Bekannte, lieber Leser, liebes BKA, lieber Herr Schäuble, Seehofer, Merkel und wie sie sonst heißen mögen!
Heute Abend machen wir das "das gibt es nicht"-Spiel! Wie aus zahlreichen Gameshows bekannt tauchen nun einige Tatsachenbeschreibungen auf, die Sie mit ihrem Menschenverstand bewerten sollen. Machen Sie sich also zu jeder Tatsachenbeschreibung eine kurze Notiz, ob die Tatsachenbeschreibung wahr oder erfunden ist.
Okay! Bereit? Los gehts!
a) In einem Land sterben Menschen an Hunger und Mangelernährung, obwohl sie an einem riesigen See leben, wo jeden Tag tonnenweise frischer Fisch geangelt wird, während andere Menschen in Sterne-Restaurants ein paar Tausend Kilometer entfernt genau diesen Fisch aus diesem See genüßlich verspeisen.
b) Durch den enormen Hunger und die Mangelernährung steigt das Gewaltpotenzial in diesem Land. Nun schicken die Menschen aus dem Sterne-Restaurant schwere Waffen an das Land am See und verdienen damit an dem von ihnen selbst ausgelösten Konfliktpotenzial während sich dort die Menschen gegenseitig umbringen.
c) In einigen Ländern, wo sich die Menschen keine Lebensmittel mehr leisten können, essen sie selbst gebackene Lehm-Kekse aus Lehm, Salz und Fett und diese Information wird in fast allen industrialisierten Ländern öffentlich gesendet und danach passiert nichts weiter.
d) Die Europäische Union gibt Bauern in Europa extra Zuschüsse (Subventionen), wenn sie weite Flächen mit Raps bebauen anstatt mit Getreide. Dieses Raps wird zu einem Großteil in Maschinen verbrannt, die fettsüchtige, gelenkkranke Menschen von ihrem Wohnobjekt in die 200 Meter entfernte Markthalle bewegen.
e) Länder der Europäischen Union produzieren einen riesigen Überschuss an subventionierten Tomaten, die sie dann billig in afrikanischen Ländern verkaufen. Dort brechen die Landwirte, die afrikanische Tomaten produzieren unter dem Preisdruck zusammen, weil alle auf die günstigeren europäischen Tomaten abfahren. Dann erhöhen die Europäer über Spekulationen ihre Preise, woraufhin ganze Hungersnöte entstehen, weil sich die Menschen diese teuren Tomaten nicht leisten können und es keine heimischen mehr gibt. So bleiben tonnenweise Tomaten auf den Marktplätzen liegen, weil sie sich keiner leisten kann und gleich daneben verhungern die Menschen. Die europäischen Tomatenhersteller zucken mit den Schultern und versuchen ihre Tomaten woanders los zu werden.
f) In Ländern wie China und Polen gibt es immer mehr McDonalds Filialen, weil durch Werbung und Selbsteinredung viele Menschen glauben, dass täglicher Fleischkonsum enorm gesund sei - sowohl für Körper als auch Seele. Die Menschen sehen sich in ihrer Überzeugung bestätigt, weil ihre Kinder nun nach täglichem Fleischkonsum wesentlich größer sind als alle Kinder in der Familie je zuvor - ein Zeichen für die positiven Effekte des Fleisches, so die Erklärung. Auch für das Lernen und Studieren ist täglicher Fleischkonsum unabdingbar, so die Überzeugung vieler Menschen.
g) Die Mehrheit der Menschen in Europa, Amerika, China und anderen so genannten industrialisierten Gebieten der Welt interessieren sich für die Tatsachen in den Punkten a) bis f) nicht und leben lieber ein ignorantes, egozentrisches, beschränktes Leben.
Kommen wir zum Ergebnis: Welche dieser Tatsachenbeschreibungen ist wahr? Und welche ist erfunden?
Na?
Haben Sie es richtig erfasst?
Ja?
100 Gummipunkte für alle, die alle Tatsachenbeschreibungen mit wahr markiert haben! Tatsächlich sind alle Punkte von a) bis f) wahr.
Schalten Sie bald wieder ein, wenn es heißt "das gibt es nicht"!
Heute Abend machen wir das "das gibt es nicht"-Spiel! Wie aus zahlreichen Gameshows bekannt tauchen nun einige Tatsachenbeschreibungen auf, die Sie mit ihrem Menschenverstand bewerten sollen. Machen Sie sich also zu jeder Tatsachenbeschreibung eine kurze Notiz, ob die Tatsachenbeschreibung wahr oder erfunden ist.
Okay! Bereit? Los gehts!
a) In einem Land sterben Menschen an Hunger und Mangelernährung, obwohl sie an einem riesigen See leben, wo jeden Tag tonnenweise frischer Fisch geangelt wird, während andere Menschen in Sterne-Restaurants ein paar Tausend Kilometer entfernt genau diesen Fisch aus diesem See genüßlich verspeisen.
b) Durch den enormen Hunger und die Mangelernährung steigt das Gewaltpotenzial in diesem Land. Nun schicken die Menschen aus dem Sterne-Restaurant schwere Waffen an das Land am See und verdienen damit an dem von ihnen selbst ausgelösten Konfliktpotenzial während sich dort die Menschen gegenseitig umbringen.
c) In einigen Ländern, wo sich die Menschen keine Lebensmittel mehr leisten können, essen sie selbst gebackene Lehm-Kekse aus Lehm, Salz und Fett und diese Information wird in fast allen industrialisierten Ländern öffentlich gesendet und danach passiert nichts weiter.
d) Die Europäische Union gibt Bauern in Europa extra Zuschüsse (Subventionen), wenn sie weite Flächen mit Raps bebauen anstatt mit Getreide. Dieses Raps wird zu einem Großteil in Maschinen verbrannt, die fettsüchtige, gelenkkranke Menschen von ihrem Wohnobjekt in die 200 Meter entfernte Markthalle bewegen.
e) Länder der Europäischen Union produzieren einen riesigen Überschuss an subventionierten Tomaten, die sie dann billig in afrikanischen Ländern verkaufen. Dort brechen die Landwirte, die afrikanische Tomaten produzieren unter dem Preisdruck zusammen, weil alle auf die günstigeren europäischen Tomaten abfahren. Dann erhöhen die Europäer über Spekulationen ihre Preise, woraufhin ganze Hungersnöte entstehen, weil sich die Menschen diese teuren Tomaten nicht leisten können und es keine heimischen mehr gibt. So bleiben tonnenweise Tomaten auf den Marktplätzen liegen, weil sie sich keiner leisten kann und gleich daneben verhungern die Menschen. Die europäischen Tomatenhersteller zucken mit den Schultern und versuchen ihre Tomaten woanders los zu werden.
f) In Ländern wie China und Polen gibt es immer mehr McDonalds Filialen, weil durch Werbung und Selbsteinredung viele Menschen glauben, dass täglicher Fleischkonsum enorm gesund sei - sowohl für Körper als auch Seele. Die Menschen sehen sich in ihrer Überzeugung bestätigt, weil ihre Kinder nun nach täglichem Fleischkonsum wesentlich größer sind als alle Kinder in der Familie je zuvor - ein Zeichen für die positiven Effekte des Fleisches, so die Erklärung. Auch für das Lernen und Studieren ist täglicher Fleischkonsum unabdingbar, so die Überzeugung vieler Menschen.
g) Die Mehrheit der Menschen in Europa, Amerika, China und anderen so genannten industrialisierten Gebieten der Welt interessieren sich für die Tatsachen in den Punkten a) bis f) nicht und leben lieber ein ignorantes, egozentrisches, beschränktes Leben.
Kommen wir zum Ergebnis: Welche dieser Tatsachenbeschreibungen ist wahr? Und welche ist erfunden?
Na?
Haben Sie es richtig erfasst?
Ja?
100 Gummipunkte für alle, die alle Tatsachenbeschreibungen mit wahr markiert haben! Tatsächlich sind alle Punkte von a) bis f) wahr.
Schalten Sie bald wieder ein, wenn es heißt "das gibt es nicht"!
Für den Großteil der Gesellschaft ist es völlig egal, was sie essen, atmen, konsumieren. Warum auch nicht? Lassen wir doch den Unsinn mit Biofraß, Physiologie und Selbstbeschränkung. Genießt das Frittenfett und Kalorien. Sauft ruhig weiter, Woche für Woche. Und das Cruisen nicht vergessen!
Genetisch manipulierte Lebensmittel? Her damit. Geiz ist geil und lang nicht tot. Und was kümmert mich das Gequatsche von Greenpeace, Wissenschaftlern oder Grünen? Klimaschutz? Krebsrisiko? Ich kann mir nur noch ein Mal im Jahr ein neues Handy leisten und kaum zwei Mal im Jahr in Urlaub fahren. Ach, Skiurlaub! Das ist auch nicht mehr wie früher. Als der Kohl noch regierte, hatte man auch keinen Kunstschnee nötig. Kaum sind die Grünen im Bundestag, gibt's Gletscherschmelze und Schlammlawinen! Achja, und die Ökosteuer und steigenden Preise erst. Und nach dem Auto-Tuning letzte Woche hatte ich erstmal kein Geld mehr für den Disco-Besuch. Da hab ich zu meiner Frau gesagt: "Schatz, Freizeitbad is nich, diese Woche". "Nee, Sauna auch nich."
Blöder Staat. Ich gehe sowieso nicht mehr wählen. Mehr Arbeiten für weniger Geld und auch noch Steuern zahlen. Naja, wenigstens krieg ich jede Überstunde bezahlt. Chef hat Recht: Da kannst Du nichts machen. Die machen sowieso was sie wollen, da oben.
Letztens wollten sie endlich was vernünftiges tun: KFZ-Steuer nach CO2-Ausstoß bemessen lassen. Die alten Spritfresser endlich zur Kasse bitten. Diese Leute verpulvern doch unser Kapital! Öl! Verbrennen, einfach so, zum Cruisen...
Freiheit. Ich bin frei. Lass mich fahren. Lass mich Gen-Food essen. Lass mich rauchen, saufen, mich übergeben. Lass mich krank werden, wenn ich will. Egal ob Spritzmittel auf dem Obst, giftige Chemikalien im Deodorant oder Rußpartikel in der Atemluft. Der Schmidt raucht doch so viel und lebt so lang. Und wählen. Lass mich wählen, was ich will. Ob NPD oder Kommunisten. Es ist doch alles voll im Plan. Egal.
Egal? Sie wollen jetzt der Polizei erlauben mich beim Schlafwandeln zu filmen. Beim Kochen, beten, heimlich trinken. Beim urinieren, rülpsen, pupsen. Alles auf Band. Beim BKA. Einfach so. Die Medien erzürnt. Der Bürger desinteressiert. Abwinkend. Sie machen doch sowieso was sie wollen. Dann lasst sie machen.
Lasst sie machen. Marionetten. Ungesunder Haufen Mist. Kaum genießbar. Nicht mal im Fernsehen. Und das Volk? Voll vom Opium. Voll verdrossen. Voll von Freiheit beim Konsum, beim Befriedigen des Selbst.
Am Ende wenden alle Blicke, nur nach unten auf die Straße. Nein, ich wusste nichts davon. Davon war doch nie die Rede. Nein, ich habe nichts gesehen, nicht gelesen, nichts gewusst. Ich bin frei von jeder Schuld. Keine Ahnung, wie es kam.
Vater unser im Himmel. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe. Wie im Schäuble, der Merkel, im Seehofer und den Marionetten, so auf Erden. Und vergib uns unsere Schuld, aber vergib nicht unseren Eltern, Schulen und Politikern. Denn Dein war das Reich und wird das nächste sein, und die Machtergreifung und die Staatssicherheit in Ewigkeit. Amen.
Viele Menschen wollen ja etwas tun, um zum Klimaschutz beizutragen, das Artensterben zu reduzieren, und schließlich die Qualität der eigenen Umwelt zu erhalten und zu verbessern.
Das Problem: Die meisten wissen nicht wie. Wo fange ich an? Was kann ich als Individuum tun, um mitzuhelfen die Welt so zu bewahren, dass sie auch noch in 50 und 100 Jahren lebenswert ist? Wie kann ich mein eigenes Leben lebenswerter machen? "Besser leben?"
Utopia.de hat sich dieser Fragen angenommen und einen lesenswerten "Einsteiger-Guide" konzipiert. Wenn man sich auch nur ein paar Aspekte dieses Guides zu Herzen nimmt, hat man einen wichtigen persönlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet und dabei das eigene Leben und das seiner Kinder und Enkelkinder qualitativ bereichert.
Für alle, die beim lesen des oben verlinkten Guides sich denken "Das mache ich doch schon!", für die gibt es auch einen "Fortgeschrittenen-Guide: 10 Schritte um ein (noch) besseres Leben zu führen".
UPDATE: Um Kinder und Jugendliche für den Klimawandel zu sensibilisieren eignen sich insbesondere lustige und eingängige Informationsquellen. Die vielen Folgen von "Animalssavetheplanet" eignen sich bestens, um die Notwendigkeit von Klima- und Umweltschutz für Kinder begreiflich zu machen. Selbstverständlich eignen sich die sehr lustigen Videos auch für alle Erwachsenen mit Humor.
Welt retten kann so einfach sein.... :-)
Bildquelle: Woodleywonderworks (Flickr.com Creative Commons)
Das Problem: Die meisten wissen nicht wie. Wo fange ich an? Was kann ich als Individuum tun, um mitzuhelfen die Welt so zu bewahren, dass sie auch noch in 50 und 100 Jahren lebenswert ist? Wie kann ich mein eigenes Leben lebenswerter machen? "Besser leben?"
Utopia.de hat sich dieser Fragen angenommen und einen lesenswerten "Einsteiger-Guide" konzipiert. Wenn man sich auch nur ein paar Aspekte dieses Guides zu Herzen nimmt, hat man einen wichtigen persönlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet und dabei das eigene Leben und das seiner Kinder und Enkelkinder qualitativ bereichert.Für alle, die beim lesen des oben verlinkten Guides sich denken "Das mache ich doch schon!", für die gibt es auch einen "Fortgeschrittenen-Guide: 10 Schritte um ein (noch) besseres Leben zu führen".
UPDATE: Um Kinder und Jugendliche für den Klimawandel zu sensibilisieren eignen sich insbesondere lustige und eingängige Informationsquellen. Die vielen Folgen von "Animalssavetheplanet" eignen sich bestens, um die Notwendigkeit von Klima- und Umweltschutz für Kinder begreiflich zu machen. Selbstverständlich eignen sich die sehr lustigen Videos auch für alle Erwachsenen mit Humor.
Welt retten kann so einfach sein.... :-)
Bildquelle: Woodleywonderworks (Flickr.com Creative Commons)
Dass Erdöl eine endliche Ressource ist und die Lagerstätten tief unter der Erde irgendwann erschöpft sein werden, dürfte inzwischen selbst jedem Laien klar sein. Erdöl ist genauso wie Kohle und Erdgas ein Rohstoff, der über einen Zeitraum von Millionen von Jahren entstanden ist, der also nicht über Nacht mal eben nachwachsen kann.
Wer hat Angst vor'm bösen Wolf?
Eine interessante Website über das Ölfördermaximum bzw. Peak Oil ist "The Wolf at the door". Dort kann man sich über das Einmaleins des Erdöls informieren. Das Wichtigste: Das Ölfördermaximum bedeutet nicht, dass das Öl bald ausgeht, wie Hype-geile Medien und Journalisten gerne behaupten (Bsp.:"When the last oil well runs dry!"), sondern es bedeutet lediglich, dass man keine weiteren Steigerungen der Ölförderung pro Tag erwarten kann. Erdöl wird es immer geben auf der Erde, nur eben nicht in einer steigenden Menge, die uns verfügbar ist, sondern in einer abnehmenden Menge. Bis das "letzte Tröpfchen" Öl gefördert wird, dürften noch sehr viele Jahrzehnte vergehen.
Andere Peak Oil-Websites gibt es zuhauf, von denen aber nur wenige wirklich empfehlenswert sind. Manche vermeintlich objektive Seiten wie peakoil.net oder energiekrise.de sind in Wahrheit verlängerte Arme der Ölindustrie (ASPO), die selbstverständlich ihre Interessen bei der Verbreitung von Information mit einbringt. Die meisten anderen Seiten wollen durch Werbung Geld verdienen oder sind rein auf Panikmache ausgerichtet. Selbstverständlich sprießen die Blogs und Websites, die sich dem Thema "Endzeit" und dem "Überleben danach" widmen wie die Pilze aus dem Boden (hier nur bspw.: Endtimesreport samt Survival-Shop; Survivalblog; Oildecline) Der menschliche Hang zur Überreaktion, Angst und Panik und die Profitgier, die sich diesen menschlichen Hang zu Nutze macht, spiegelt sich in den genannten und ähnlichen Internetseiten wider.
Erklärungshoheit über das Ölfördermaximum
Dass es Peak Oil, alleine schon rein wissenschaftlich gesehen, geben muss, ist klar. Die Details und die vielen Ableitungen daraus aber, die von einigen mächtigen Gruppen und Organisationen wie der ASPO, der IEA oder der OPEC öffentlich verbreitet werden, bedürfen einiger kritischer Nachfragen.
Zum Beispiel: Wie kann man mit Sicherheit vom globalen Ölfördermaximum sprechen, wenn die Mehrheit der ölfördernden Staaten eine Überprüfung ihrer Ölvorkommen durch unabhängige Wissenschaftler (selbstverständlich) nicht zulassen?
Oder: Wenn man noch vor 10 oder 15 Jahren von einem Szenario mit einem Ölpreis, der über 135$ liegt, gesprochen hat, wurde gleich von dem völligen Kollaps der globalen Wirtschaft gesprochen. Damals lag der Ölpreis zwischen 15$ und 30$ pro Barrel. Der Ölpreis von heute liegt sogar noch viel höher als der inflationsbereinigte Preis aus der Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Warum redet jeder von der Krise und warum sieht man sie nirgends wirklich? War der Ölpreis in den 80ern und 90ern einfach verhältnismäßig zu niedrig? War die Panikmache bezüglich eines hohen Ölpreises aus der Wirtschaft einfach eine ökonomisch rationale Strategie, um die eigene Gewinnspanne zu maximieren?
Es scheint so zu sein. Denn die Volkswirtschaften dieser Welt können offenbar mit einem Ölpreis von 130$ und mehr sehr gut leben. Die Gewinne der international tätigen Konzerne aber auch mittelständischen Unternehmen aus Maschinenbau und anderen Branchen steigen von Monat zu Monat an, trotz ihrer Krokodilstränen und ihrer zur Schau gestellten Empörung über den Ölpreis. Die Leidtragenden sind allenfalls die untersten Schichten der Bevölkerungen, die mit einem allgemeinen Preisanstieg von Benzin über Heizöl bis zu den Lebensmitteln auskommen müssen.
Wer profitiert von dem "Peak Oil"-Hype?
Zum Einen sind es die Ölförderer, die quasi für jedes Barrel Öl, also für das gleiche Produkt, das sie vor 15 Jahren auch verkauft haben, in etwa das Zehnfache erhalten. Das ist so, als wenn man ein Hektar Wiese hätte und Gras verkaufen würde. Für jedes Gramm Gras erhielte man also von Tag zu Tag mehr. Ein herrliches Geschäft.
Es ist also im Interesse aller Länder, die über Ölvorkommen verfügen, dass der Ölpreis steigt - und das eher vor dem tatsächlichen Peak Oil als danach. Denn je länger man Öl mit einem hohen Gewinn verkaufen kann desto besser. Wenn also das Ölfördermaximum erst in 20 oder 30 Jahren tatsächlich erreicht wird, ist es doch geschickter, den Käufern meines Öls begreiflich zu machen, dass es bereits in 10 bis 15 Jahren erreicht wird, so dass der Preis früher kräftig steigt und ich für jedes Fass Öl viel mehr erhalte als bisher. Insofern ist die Erklärungshoheit über den Zeitpunkt des "Peak Oil" die größte wirtschaftliche Macht auf der Welt. Denn jeder Ölförderer, der ganz laut "PEAK OIL!" schreit, der flüstert grinsend hinter vorgehaltener Hand "...Cash in...".
Zum Zweiten profitieren von dem Hype natürlich diejenigen, die mit Öl
und den zahlreichen Investmentmöglichkeiten Geld verdienen, also
diejenigen, die an den Börsen spekulieren, Hedge Fonds, Banken,
Großanleger, Finanzdienstleister, etc. . Auch diese Milliardäre und diejenigen, die es werden wollen, jubeln "CASH IN!".
Zum Dritten rentieren sich mit einem hohen Ölpreis Erschließungen von Ölvorkommen, die zuvor als unwirtschaftlich galten und es nicht zur Förderung kam. Gerade die USA haben deshalb ein hohes Interesse an einem hohen Ölpreis. In Alaska, aber auch Off-Shore gibt es sehr viel Erdöl, dessen Förderung durch die hohen Investitionskosten sehr teuer ist und sich erst jetzt rentiert. Dabei geht es natürlich in erster Linie um eine geringere Abhängigkeit von Öllieferungen aus dem Mittleren Osten und nicht um die Hinausschiebung des Ölfördermaximums. Deshalb schreit auch die US-Regierung "PEAK OIL!".
Ein Zeitungsbericht des Wall Street Journal von heute morgen ist genau so ein "PEAK OIL!"-Schrei, der das leise "...Cash in..." überdeckt. Viele "Experten" philosophieren nun über unsere Ölvorkommen und die Folgen von Peak Oil. Kommt jetzt bald der große Crash? Müssen wir uns jetzt alle mit Survival-Ausrüstung eindecken und bewaffnen? Müssen wir jetzt also alle (wieder einmal) Angst haben?
Natürlich nicht. Man muss nicht lange überlegen, um herauszufinden, warum es keinen "Crash" nach dem vermeintlichen Peak Oil geben wird. Es sind einfach zu viele Menschen, die in dieser globalen Wirtschaft Geld verdienen und noch mehr Geld verdienen wollen. Selbst den vielen Scheichs, die klischeehaft "in der Wüste sitzen und Falken züchten", ist die Weltwirtschaft nicht egal. Denn bei einem Crash sind alle betroffen: die Öl-Förderer, die Yacht-Verleiher und Champagner-Produzenten, die Porsche- und Ferraribauer, die Blutdiamantenausbeuter, und und und... Ein Zusammenbruch oder eine schwere Beeinträchtigung dieser kapitalistischen Kette widerspricht allen Interessen der vielen Reichen dieser Welt. Sie werden es zu verhindern wissen. Genauso wie die "Sofort-Rettungs-Programme", die wir in der (noch nicht ganz ausgestandenen) Subprime-Krise erlebt haben, wird es auch im Falle eines noch steiler ansteigenden Ölpreises, Mittel geben, die unsere Volkswirtschaften finden werden.
Was uns alle aber aufregen sollte, ist, dass es am Ende wieder die Steuerzahler treffen wird, die das Ganze ausbaden und zugleich mit steigenden Lebenshaltungskosten auskommen müssen. Der Profitgier der Multi-Millionäre und -Milliardäre sei Dank. Hoch lebe der Kapitalismus...!
Bildquelle "Öl-Fass": Memekode
Bildquelle "New York Stock Exchange: Me
UPDATE: Interessantes ZEIT-Interview zum gleichen Thema
UPDATE 2: Wer vom hohen Ölpreis profitiert (FTD)
Wer hat Angst vor'm bösen Wolf?
Eine interessante Website über das Ölfördermaximum bzw. Peak Oil ist "The Wolf at the door". Dort kann man sich über das Einmaleins des Erdöls informieren. Das Wichtigste: Das Ölfördermaximum bedeutet nicht, dass das Öl bald ausgeht, wie Hype-geile Medien und Journalisten gerne behaupten (Bsp.:"When the last oil well runs dry!"), sondern es bedeutet lediglich, dass man keine weiteren Steigerungen der Ölförderung pro Tag erwarten kann. Erdöl wird es immer geben auf der Erde, nur eben nicht in einer steigenden Menge, die uns verfügbar ist, sondern in einer abnehmenden Menge. Bis das "letzte Tröpfchen" Öl gefördert wird, dürften noch sehr viele Jahrzehnte vergehen.
Andere Peak Oil-Websites gibt es zuhauf, von denen aber nur wenige wirklich empfehlenswert sind. Manche vermeintlich objektive Seiten wie peakoil.net oder energiekrise.de sind in Wahrheit verlängerte Arme der Ölindustrie (ASPO), die selbstverständlich ihre Interessen bei der Verbreitung von Information mit einbringt. Die meisten anderen Seiten wollen durch Werbung Geld verdienen oder sind rein auf Panikmache ausgerichtet. Selbstverständlich sprießen die Blogs und Websites, die sich dem Thema "Endzeit" und dem "Überleben danach" widmen wie die Pilze aus dem Boden (hier nur bspw.: Endtimesreport samt Survival-Shop; Survivalblog; Oildecline) Der menschliche Hang zur Überreaktion, Angst und Panik und die Profitgier, die sich diesen menschlichen Hang zu Nutze macht, spiegelt sich in den genannten und ähnlichen Internetseiten wider.
Erklärungshoheit über das Ölfördermaximum
Dass es Peak Oil, alleine schon rein wissenschaftlich gesehen, geben muss, ist klar. Die Details und die vielen Ableitungen daraus aber, die von einigen mächtigen Gruppen und Organisationen wie der ASPO, der IEA oder der OPEC öffentlich verbreitet werden, bedürfen einiger kritischer Nachfragen.
Zum Beispiel: Wie kann man mit Sicherheit vom globalen Ölfördermaximum sprechen, wenn die Mehrheit der ölfördernden Staaten eine Überprüfung ihrer Ölvorkommen durch unabhängige Wissenschaftler (selbstverständlich) nicht zulassen?
Oder: Wenn man noch vor 10 oder 15 Jahren von einem Szenario mit einem Ölpreis, der über 135$ liegt, gesprochen hat, wurde gleich von dem völligen Kollaps der globalen Wirtschaft gesprochen. Damals lag der Ölpreis zwischen 15$ und 30$ pro Barrel. Der Ölpreis von heute liegt sogar noch viel höher als der inflationsbereinigte Preis aus der Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Warum redet jeder von der Krise und warum sieht man sie nirgends wirklich? War der Ölpreis in den 80ern und 90ern einfach verhältnismäßig zu niedrig? War die Panikmache bezüglich eines hohen Ölpreises aus der Wirtschaft einfach eine ökonomisch rationale Strategie, um die eigene Gewinnspanne zu maximieren?
Es scheint so zu sein. Denn die Volkswirtschaften dieser Welt können offenbar mit einem Ölpreis von 130$ und mehr sehr gut leben. Die Gewinne der international tätigen Konzerne aber auch mittelständischen Unternehmen aus Maschinenbau und anderen Branchen steigen von Monat zu Monat an, trotz ihrer Krokodilstränen und ihrer zur Schau gestellten Empörung über den Ölpreis. Die Leidtragenden sind allenfalls die untersten Schichten der Bevölkerungen, die mit einem allgemeinen Preisanstieg von Benzin über Heizöl bis zu den Lebensmitteln auskommen müssen.
Wer profitiert von dem "Peak Oil"-Hype?
Zum Einen sind es die Ölförderer, die quasi für jedes Barrel Öl, also für das gleiche Produkt, das sie vor 15 Jahren auch verkauft haben, in etwa das Zehnfache erhalten. Das ist so, als wenn man ein Hektar Wiese hätte und Gras verkaufen würde. Für jedes Gramm Gras erhielte man also von Tag zu Tag mehr. Ein herrliches Geschäft.
Es ist also im Interesse aller Länder, die über Ölvorkommen verfügen, dass der Ölpreis steigt - und das eher vor dem tatsächlichen Peak Oil als danach. Denn je länger man Öl mit einem hohen Gewinn verkaufen kann desto besser. Wenn also das Ölfördermaximum erst in 20 oder 30 Jahren tatsächlich erreicht wird, ist es doch geschickter, den Käufern meines Öls begreiflich zu machen, dass es bereits in 10 bis 15 Jahren erreicht wird, so dass der Preis früher kräftig steigt und ich für jedes Fass Öl viel mehr erhalte als bisher. Insofern ist die Erklärungshoheit über den Zeitpunkt des "Peak Oil" die größte wirtschaftliche Macht auf der Welt. Denn jeder Ölförderer, der ganz laut "PEAK OIL!" schreit, der flüstert grinsend hinter vorgehaltener Hand "...Cash in...".
Zum Dritten rentieren sich mit einem hohen Ölpreis Erschließungen von Ölvorkommen, die zuvor als unwirtschaftlich galten und es nicht zur Förderung kam. Gerade die USA haben deshalb ein hohes Interesse an einem hohen Ölpreis. In Alaska, aber auch Off-Shore gibt es sehr viel Erdöl, dessen Förderung durch die hohen Investitionskosten sehr teuer ist und sich erst jetzt rentiert. Dabei geht es natürlich in erster Linie um eine geringere Abhängigkeit von Öllieferungen aus dem Mittleren Osten und nicht um die Hinausschiebung des Ölfördermaximums. Deshalb schreit auch die US-Regierung "PEAK OIL!".
Ein Zeitungsbericht des Wall Street Journal von heute morgen ist genau so ein "PEAK OIL!"-Schrei, der das leise "...Cash in..." überdeckt. Viele "Experten" philosophieren nun über unsere Ölvorkommen und die Folgen von Peak Oil. Kommt jetzt bald der große Crash? Müssen wir uns jetzt alle mit Survival-Ausrüstung eindecken und bewaffnen? Müssen wir jetzt also alle (wieder einmal) Angst haben?
Natürlich nicht. Man muss nicht lange überlegen, um herauszufinden, warum es keinen "Crash" nach dem vermeintlichen Peak Oil geben wird. Es sind einfach zu viele Menschen, die in dieser globalen Wirtschaft Geld verdienen und noch mehr Geld verdienen wollen. Selbst den vielen Scheichs, die klischeehaft "in der Wüste sitzen und Falken züchten", ist die Weltwirtschaft nicht egal. Denn bei einem Crash sind alle betroffen: die Öl-Förderer, die Yacht-Verleiher und Champagner-Produzenten, die Porsche- und Ferraribauer, die Blutdiamantenausbeuter, und und und... Ein Zusammenbruch oder eine schwere Beeinträchtigung dieser kapitalistischen Kette widerspricht allen Interessen der vielen Reichen dieser Welt. Sie werden es zu verhindern wissen. Genauso wie die "Sofort-Rettungs-Programme", die wir in der (noch nicht ganz ausgestandenen) Subprime-Krise erlebt haben, wird es auch im Falle eines noch steiler ansteigenden Ölpreises, Mittel geben, die unsere Volkswirtschaften finden werden.
Was uns alle aber aufregen sollte, ist, dass es am Ende wieder die Steuerzahler treffen wird, die das Ganze ausbaden und zugleich mit steigenden Lebenshaltungskosten auskommen müssen. Der Profitgier der Multi-Millionäre und -Milliardäre sei Dank. Hoch lebe der Kapitalismus...!
Bildquelle "Öl-Fass": Memekode
Bildquelle "New York Stock Exchange: Me
UPDATE: Interessantes ZEIT-Interview zum gleichen Thema
UPDATE 2: Wer vom hohen Ölpreis profitiert (FTD)


